Nach zwei Jahrzehnten in der klinischen Arzneimittelentwicklung hat Sven sich für einen mutigen Schritt entschieden und nach einer Aufgabe gesucht, die Sinn stiftet und ihn als Mensch weiterbringt. Im Gespräch gibt Sven spannende Einblicke in seinen Werdegang, spricht über prägende Erlebnisse und zeigt, was ihn als Persönlichkeit auszeichnet.
1. Hallo Sven, was hast du vor interaktiv beruflich gemacht und wie sieht dein bisheriger Werdegang aus?
Nach meinem Lehramtsstudium in Biologie und Chemie bin ich als Quereinsteiger bei Bayer gestartet – und dort 20 Jahre geblieben. In dieser Zeit durfte ich tief in die klinische Arzneimittelentwicklung eintauchen, zahlreiche Projekte verantworten und internationale, interdisziplinäre Teams führen. Besonders geprägt hat mich die enge Zusammenarbeit mit internen Projektgruppen sowie mit Behörden wie der amerikanischen (FDA) und der europäischen Arzneimittelbehörde (EMA). Diese Schnittstellenfunktion zwischen Wissenschaft, Regulierung und Projekt-/Teamführung hat meinen beruflichen Weg stark geformt.
2. Wie hat dich dein Weg zu interaktiv geführt?
Beim Light-Up Schulfestival in Köln bin ich auf interaktiv aufmerksam geworden – und der ganzheitliche Ansatz sowie die Vielfalt der Bereiche hat sofort meine Neugier geweckt. Ab dem Zeitpunkt war ich mit dem Bereich Schule in Kontakt und bin im steten Austausch geblieben.
3. Warum hast du dich für interaktiv entschieden?
Nach meiner Zeit bei Bayer war ich auf der Suche nach einer sinnstiftenden Tätigkeit und das Motto von interaktiv Kindern, Jugendlichen und Familien Perspektiven zu eröffnen hat mich direkt angesprochen.
4. Wenn du eine Superkraft haben könntest, welche würdest du wählen?
Teleportation, als klassische Superkraft, wäre MEGA um schnell an jedem Ort der Welt zu sein und vor allem jede freie Minute mit Familie, Freunden sowie schönen Dingen zu verbringen.
5. Womit kann man dir im Alltag eine Freude bereiten?
Ein herzliches Lachen, einen Cappuccino und ein offenes, wertschätzendes Gespräch.
6. Was war ein Moment, in dem du richtig stolz auf dich warst?
Ich bin stolz auf mich für jeden Moment in dem ich es geschafft habe meine Komfortzone zu verlassen und mich mutig neuen Dingen zu stellen. Die Entscheidung Bayer zu verlassen und den Sprung ins Ungewisse zu wagen oder vor 20 Jahren das Referendariat zu beenden waren solche Momente / Erlebnisse.
7. Was ist der schönste Moment, den du in deinem Arbeitskontext erlebt hast?
Da gibt es viele kleine und große Momente und es ist schwer einen bestimmten davon hervorzuheben. Meist waren diese in Verbindung mit einzelnen Kollegen, Mitarbeitern oder einem Teamergebnis bei dem keiner damit gerechnet hatte, dass dies überhaupt erreichbar sei. Beispielhaft hierfür sind die erreichte Zulassung des Arzneimittels Kerendia oder die erfolgreiche Konzeptionierung und Durchführung der ersten parallelen wissenschaftlichen Beratung von der Europäischen Arzneimittelagentur und den europäischen Organisationen für Nutzenbewertung im Gesundheitswesen.
8. Wie tankst du nach einem langen Tag neue Energie?
Nach einem langen Tag verbringe ich am liebsten Zeit in der Natur, mit Familie, Freunden oder beim Sport. Am besten natürlich alles direkt in Kombination!
9. Welche Angewohnheit ist typisch für dich?
Eine nerdige Angewohnheit ist die Ordnungsliebe was meine eigenen Sachen angeht, d.h. wenn ich nach Hause komme räume ich erstmal alles an seinen Platz und schau das alles „passt“ bevor ich mich angekommen fühle. Das ist auch eine beliebte Anekdote meines ehemaligen WG-Mitbewohners der da schon vor 20 Jahren mit klarkommen musste.
10. Was würdest du gerne mal ausprobieren, wenn Zeit keine Rolle spielt?
Da gibt es viele Sachen die ich ausprobieren würde. Einiges davon habe ich tatsächlich schon in 2025 gemacht, z.B. einen Monat in Uganda im Kamukongo Children Home von „Our Children and our Future“ zu verbringen, was schon lange auf meiner Liste stand und würde da auch jederzeit wieder hingehen. Was ich gerne noch machen würde, wenn ich nochmal die Zeit hätte, wäre zusammen mit einem Freund eine Alpenüberquerung zu Fuß oder einmal quer durch die Highlands in Schottland.


